Orgasmus kennt keine Bescheidenheit

Aus der Predigt des TdWs

Im Orgasmus liegt der Sinn
Orgasmus kennt keine Bescheidenheit, keine Mäßigung und auch kein Mittelmaß. Orgasmus ist stets selbst das Höchstmaß, an dem alles andere gemessen wird. Bescheidenheit und Mäßigung mögen Tugenden sein, ihre Rechtfertigung finden solche Tugenden aber allein darin, zuverlässiger und auch nachhaltiger als andere Verhaltensweisen den Weg zum Orgasmus zu bereiten. Im Orgasmus ist man am Ziel, endet alles Begründen und selbst Raum und Zeit verlieren ihre Bedeutung. Ihn zu erleben ist Grund genug für alles. Nichts anderes gibt dem Menschen Sinn. Von ihm leitet sich jeder andere Sinn ab. Auch wer glaubt, seines Lebens Sinn nur darin zu finden, anderen Gutes zu tun, findet diesen Sinn nur durch das, was ihm allein ein Orgasmus vermittelt.

Das Göttliche zu schauen
Im Orgasmus wirft der Mensch einen Blick auf das Göttliche, das jenseits seiner eigenen Existenz liegt, fern seines ihm zugehörigen andauernden Mangels und Irrtums, die zu überwinden des Lebens anhaltende Aufgabe ist. Das Göttliche weist den Weg in ein anderes Leben, das dennoch nur das eigene Leben in dieser Welt sein kann. Denn nichts Lebendes hat ein solches anderes Leben, jedes Lebende ist aber Teil des allgemeinen Lebens dieser Welt, wie es sich an deren Orten und zu deren Zeiten entfaltet. Orgasmus ist eine bestimmte Weise, wie der Mensch den Blick auf das Göttliche erfährt. Dies wird bedingt durch sein Bewusstsein. Denn besäße der Mensch kein Bewusstsein, so bedürfte es auch nicht seines Blickes auf das Göttliche. Das Leben wäre bedingt allein durch die bestehenden biologischen Abläufe. Schon deren Kontrolle mit der Möglichkeit einzugreifen und zu korrigieren, war der erste Schritt zu einem Bewusstsein, aber erst die Bewusstwerdung des eigenen Bewusstseins, das Selbstbewusstsein als Bewusstsein seiner Selbst, bedurfte der Vorgabe einer Richtung. Diese Richtung ist zwar keine andere, als die unbewussten Abläufe nähmen, nämlich das Leben. Mit dem Selbstbewusstsein bedurfte es aber eines Sinns des Lebens, der die Richtung angibt. Zu diesem Zweck wurde in den Menschen die Fähigkeit begründet, das, was über seine bloße Existenz hinausgeht, zu erkennen, mithin ihm ein Auge für das Göttliche geöffnet für einen Blick in eine Welt ohne Mangel und Irrtum, ohne Grund und Ursache, in denen alle Grenzen, auch die des Raumes und der Zeit, ihre Bedeutung verlieren und das bloße Sein jeden Sinn unmittelbar vermittelt.

Im Orgasmus reißt der Himmel auf
Mit diesem Blick und damit auch mit dem Erlebnis eines Orgasmus erfahren wir das Göttliche. Das ist der einzige Weg, wie etwas, das über uns hinausgeht, doch von uns erlebt werden kann. Alles andere ist bloße Spekulation, die sich auf alles wie auf nichts erstrecken kann, mithin zum Maßstab untauglich. Im Orgasmus aber sind wir Gott am nächsten, weil wir erleben, was er uns dort zu erleben erlaubt hat. Nur dieses Fenster ist zum Jenseits offen, eines Seins, das außerhalb von uns ist. Dass wir das am deutlichsten im Orgasmus erfahren, liegt an der biologischen Grundlage unseres Lebens als eines Teiles des Lebens auf dieser Erde und in der Welt, die das ganze Universum sein kann. Denn das Leben in der Welt, dessen Teil ein jedes einzelne Leben von einem jeden der Menschen ist, folgt biologisch festliegenden Bedingungen, die auch den Rahmen der Menschheit abstecken und ein jedes Schicksal als Teil der Art mit dem Zweck deren Erhaltung definieren. Diese wichtigste Aufgabe eines jeden Lebens wurde dem Menschen mit dem Orgasmus, den er bei seinen Aktionen zur Arterhaltung erfährt, erklärt. Die Götter rissen ihren Himmel für den Menschen auf, auf dass er sich vermehre. Daher findet der Mensch auf diesem Weg, den der Lust und Liebe, den unmittelbaren Zugang zu seinen Göttern.

Im Glückstreben setzt sich die Fähigkeit zum Orgasmus fort
So wie indessen das Bewusstsein sich nicht auf die Kontrolle der biologischen körperlichen Funktionen beschränkt, sondern ebenfalls in Absprache mit anderen Menschen gesellschaftlich relevante Handlungen ermöglicht, überträgt sich auch die biologische Erfahrung des Orgasmus bei der Fortpflanzung auf gesellschaftliche Aktivitäten und setzt sich in der Form des Strebens nach dem Glück als Träger aller Aktivitäten eines Menschen fort, auch soweit er sich mit anderen abspricht, Gemeinsames zu bewirken. Es ist der Blick auf das Göttliche, das daher das Glück kennzeichnet und damit zugleich erklärt, warum das Glück selbst als dauerhafter Zustand oder auch als Eigenschaft eines menschlichen Seins nie erreicht werden kann. Denn nichts kann darüber hinaus gehen, was nicht schon biologisch der Orgasmus im Organismus des Menschen abzeichnet. Die Versuche, diesen Zusammenhang zu trennen, sind vielfach und kennzeichnen die meisten zentral gelenkten Kulturen, auch der Religionen, ungeachtet der Unmöglichkeit einer solchen sozialen Verselbständigung – deren Konsequenzen die Einzelnen jeweils mit zusätzlichen Entbehrungen und Leid zu tragen hatten. Denn das Gesellschaftliche kann niemals das Herrschende und das Individuelle nicht das Dienende sein.

Nur im Individuum gibt es Orgasmus, Glück und Leben
Die Fähigkeit zum Orgasmus und damit auch zum Streben nach dem Glück ist eine Eigenschaft des Lebens und ein jedes Leben ist ausschließlich individuell. Die Göttin hat die Seele eines jeden Menschen mit dem inneren Auge, ihre Göttlichkeit im Orgasmus zu schauen, ausgestattet, damit auch mit allen ihren Eigenschaften, wie auch der Idee der Wahrheit. Das bedeutet, dass in unserer Welt die Brücke zum Göttlichen ausschließlich nur über jeden Einzelnen, über das Individuum führt – wie auch nur das Individuum lebt. Es gibt kein Glück der Erde, das nicht an dieser Stelle in jedem einzelnen Wesen anzusiedeln wäre. Nur der Einzelne kann den Orgasmus erfahren und das Wohlbehagen empfinden, wenn er nach Glück strebt. Nur der Einzelne ist sich seines Lebens bewusst und erkennt den Sinn Lebens in dem Glück, wie ihm es von Natur aus im Orgasmus erkenntlich wird. Alles andere entstammt leerer Begrifflichkeit. Daher finden wir die Göttin und werden gar Teil von ihr nur auf dem Weg über die von ihr erleuchtete Seele eines jeden Einzelnen, denn nur dort gibt es ein Organ, um jegliche Göttlichkeit wahrzunehmen. Ohne dieses besondere Auge aber sind wir blind.

Im Orgasmus schauen wir die Göttin stets gemeinsam
Und doch ist das nicht das ganze Leben. Denn schon der Orgasmus, wie ihn die Natur in den Menschen legte, weist auf andere und damit über jeden Einzelnen hinaus. Menschen mögen sich zwar auch selbstbefriedigen, erhalten dabei aber nur einen Abklatsch dessen, was der Orgasmus in seiner biologischen Bestimmung vermag. Einen Sinn vermögen sie nur dort zu finden, wo sich die Orgasmen vereinigen, wenn man mit anderen Menschen aufeinandertrifft. Denn die Göttin hat den Menschen zur ihrer Schau nicht als isoliertes Einzelwesen befähigt, sondern stets nur in Gemeinsamkeit der Vereinigung mit anderen. Das Organ, das Göttliche zu schauen, siedelt zwar in jedem Menschen allein, das, was ein jeder Einzelner damit indessen schauen kann, das Göttliche mithin, weist über ihn und sein Leben hinaus auf andere Leben und auf alles Leben. Schon im Sexuellen liegt diese Bestimmung auf der Hand, mehr noch bei ihrer Übertragung auf den Bereich des Gesellschaftlichen, wenn sich Einzelne zu einem abgestimmten Verhalten verabreden, zu bestimmter Zeit an einem bestimmten Ort Bestimmtes zu tun oder zu unterlassen. Diese soziale Komponente eines jeden Lebens ist die Folge davon, dass das Leben eines jeden Einzelnen wiederum nur Teil des gesamten Lebens ist, das nach Zeit und Ort über jeden Einzelnen hinausweist und das zu erhalten ein jeder Einzelne mitwirkt. Das ist aber auch die einzige reale Grundlage gesellschaftlichen Lebens, alles andere beruht auf dem Willen der Einzelnen, Gemeinsames werden zu lassen. Damit steht fest, nur Einzelnes ist in dem Sinn real, dass es vom Willen Einzelner nicht abhängt. Alles gemeinsam zu Bewirkende, gemeinhin als Gesellschaftliches bezeichnet, ist irreal, weil es davon abhängt, ob die sich zu einem bestimmten Zweck verbundenen Einzelnen auch entsprechend ihrer Zusagen oder sonstiger Erwartungen verhalten werden. Daher dient alles Gesellschaftliche nur dem Glücksstreben des Einzelnen und niemals der Einzelne einem gesellschaftlichen Glück. Denn ein reales Äquivalent eines gesellschaftlichen Glücks, das dem dem Einzelnen von der Göttin verliehenen inneren Auge zu ihrer Schau entspräche, gibt es nicht. Ein solches gesellschaftliches Glück kann immer nur das von anderen Einzelnen verfolgte eigene Glück sein, weswegen mit dieser Begründung gemeinhin auch der Missbrauch der einen Einzelnen durch andere Einzelne eröffnet wird.

Gemeinsames dient stets dem Einzelnen
Das schließt es nicht aus, dass sich Einzelne auch auf Dauer zum gemeinsamen Bewirken verbinden und in dem verfolgten Zweck ein für alle Beteiligten gültiges Gut sehen. Die meisten gesellschaftlichen Errungenschaften beruhen auf solchen Annahmen. Solche Fiktionen erleichtern das Zusammenleben erheblich. Dies darf aber nicht den Blick für die dennoch bestehende Relativität solcher Lösungen verstellen, denn sie gelten nur für den beteiligten Personenkreis, zudem zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten, und sie schließen stets andere von der Übereinkunft aus, zumeist diejenigen, die zu Gunsten der anderen verpflichtet werden und deren Pflicht nicht selten nur dadurch begründet wird, dass die Belasteten überstimmt werden, sei es quantitativ (den Stimmen nach) oder qualitativ (dem Gewicht und damit der Macht nach). Solche Mechanismen bleiben nur erkennbar, wenn man stets vom dienenden Charakter alles Gesellschaftlichen ausgeht, denn allein im Einzelnen wohnen die Götter. Daher rangiert eine jede Freiheit vor jeder Gleichheit und gebunden wird die Freiheit nur durch die Verantwortung den anderen gegenüber. Gleichheit, ohne dass sie der Freiheit unterstellt wird, entwickelt sich zum Titel der Bereicherung der Einen zu Lasten der Anderen, nicht anders als Macht seit Jahrtausenden ausgeübt wurde.

Der Orgasmus ist das Maß des Einzelnen
Alles Gesellschaftliche lebt ausschließlich vom Einzelnen, denn nichts wird bewirkt, was nicht durch das übereinstimmende Verhalten der daran beteiligten Einzelnen hergestellt würde. Dies belegt den Primat des Einzelnen. Alles Gemeinsame wird nur aufgrund von Erwartungen oder Anforderungen an Einzelne gebildet und dies auch nur solange, wie die beteiligten Einzelnen mitwirken. Somit kommt alles, auch was gemeinschaftlich bewirkt wird, stets nur von Einzelnen. Das Verhalten des Einzelnen wird aber ausschließlich durch sein Streben nach dem Glück und seiner Fähigkeit, Orgasmen als Höhepunkte zu erleben, bestimmt. Nichts erlebt er, das nicht durch seinen Körper geht und das nicht mit erlebten Orgasmen verglichen würde. Denn hier liegt der seelische wie körperliche Maßstab, dort wo die Göttin dem Menschen ihre Göttlichkeit schauen lässt. Damit rückt vor allem die menschliche Sexualität mit allen Begehrlichkeiten wieder auf den ihr schon evolutionär zukommenden Platz. Deswegen rufe ich euch zu: schämet euch nicht eures Begehrens, denn es ist Gottes Welt, nach der ihr euch sehnt. Es ist der Göttin Wille, dass ihr euch zusammenfindet und euch mit Leib und Seele mit den anderen verbindet, auf dass der Göttin Lust und Liebe, die sie in die Welt brachte, in euch allen entsteht. Nur in diesem Augenblick könnt ihr eine reale Gemeinsamkeit erfahren, die dem Leben entspricht, das die Göttin in die Welt brachte. Der Orgasmus aber, der euch die Anwesenheit der Göttin zeigt, öffnet eure Augen für alles und jedes, das ihr nur schöpfen könnt, auch für eurer Glück. Allein er führt den Einzelnen zum Höchsten. Mehr ist euch nicht möglich, weder an Einzelnem noch an Gemeinsamem.

Quelle: Heiligtum der Sieben Göttinnen http://heidegsieben.blogspot.de/2010/10/orgasmus-kennt-keine-bescheidenheit.html

Lexikon zum Heiligtum der Sieben Göttinnen

 

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