Die Macht des Blutes


Brot des Lebens (gebrochen) und Blut der Erlösung –
(c) Foto: Steffen Bürger (Nov. 2017)

Hastig ermutigt die Frau auf dem linken Vordersitz Christel einzusteigen. Christel (Der Name ist geändert), eine Frau Anfang 30, ist auf dem Weg nach Hause. Christel steigt ein und sie fahren zunächst in die vereinbarte Richtung. Nach einiger Zeit ändert sich die Strecke. Christel vermutet, dass sie eine Abkürzung fahren. Doch es gibt in der Nacht keinen Stau, so wäre das nicht nötig. „Beim nächsten Halt steige ich aus“, entscheidet Christel und macht sich bereit. Doch sie kann die Tür nicht öffnen, weil die Kindersicherung verriegelt ist. Der Fahrer sagt zu der anderen Frau: „Du kannst jetzt raus, die andere ist okay.“
Christel bekommt Angst und versucht leise, fast unhörbar, mit ihrem Handy, versteckt Zuhause anzurufen.

Das Auto biegt ab zum Strand und sie wird aufgefordert, aus zusteigen. „Telefonierst du?“ Sagt einer der Männer. „Gib das Handy her, wen rufst du an?“ Als sie das Handy dem Mann abgibt, wird ihm deutlich, dass die Verwandten von Christel auf der anderen Leitung die Stimme des Mannes gehört haben. Sie beten zu Jesus, das Christel frei kommt. Offensichtlich ist sie entführt worden. „Du weißt jetzt, was dir blüht?“, fragte der andere Mann. Sie ahnt Schlimmes. „Wir werden jetzt unseren Spaß haben, danach werden wir dich opfern und dann ins Meer werfen.“ Der andere Mann beginnt schon, an ihrer Kleidung herumzufuchteln, aber Christel wehrte sich. Schon wieder klingelt das Handy.
Der Mann, der nicht an Christel dran war, ging dran. Jemand aus Christels Familie rief an. „Was willst du jetzt machen? Sie gehen lassen?“ fragte der andere. „Ja“, antwortete er. „Du hast doch gesagt, wir müssen heute jemanden opfern, damit uns nichts Schlimmes passiert.“ entgegnete der andere mit nachdrücklicher, ängstlicher Stimme. „Es wird schon nichts passieren.“ antwortete er.
Dann schubst er Christel in Richtung Straße – vom Strand weg – „Du, geh, verschwinde!“, ruft er zu Christel – „Hier ist dein Handy- hau ab!“ Die beiden Männer rennen zum Auto und fahren davon. Christel wird von ihrer Familie abgeholt und ist glücklicherweise unversehrt – ihre seelischen Wunden müssen heilen.
In einem anderen Fall war ein Kind entführt worden und gerade als das Boot losfahren wollte, um das Kind auf einer Insel satan zu weihen und zu töten, sprang der Motor nicht an.  Als die Eltern eingetroffen waren, um das Kind zu retten und erst nachdem sie das Kind wieder in den Armen hielten, sprang der Motor an. Das war kein Zufall. Hier hatten viele Menschen gebetet und geholfen, das Kind zu finden und zu retten.

Blutopfer werden schon seit Jahrtausenden durchgeführt. Menschen, die das tun, versprechen sich davon bestimmte Vorteile, wie Macht, Reichtum, einen neuen Job oder auch einfach, jemand Dritten mit diesem Opfer, schaden zu können, so dass dieser krank wird oder stirbt. Blutopfer, als Menschen oder Tieropfer haben Macht. Aber sie haben auch schädliche Nebenwirkungen. Die Kräfte, die dort aktiviert werden, fordern immer weitere Opfer. Satan bindet und versklavt Menschen, während Jesus Menschen freisetzt.

Deshalb drücken Blutopfer und andere Opfer immer den Abfall von Jesus Christus aus. Sie sind nichts anderes als Götzendienst. Sie sind Ausdruck eines Glaubens an gottferne Kräfte und sie haben Effekt und Macht. Ihre Kosten sind hoch, denn wer ein Blutopfer durchführt, von dem wird auf einer anderen Seite Ausgleich gefordert: Menschen bezahlen mit Krankheit oder Tod.

Die meisten nicht westlichen Kulturen, wissen um die Macht des Bösen. Sie kennen deshalb auch die Wirkung von Blutopfern und anderen Opfern an dunkle Mächte. Viele Menschen wenden diese auf ihr Leben und das Leben von anderen an. Viele Christen in westlichen Kulturen denken sehr sachlich und ignorieren oder leugnen die Existenz des Bösen als eine eigenständige Macht. Deshalb kennen sie auch nicht die Auswirkungen und Macht von Opfern und Blutopfern.

Blutopfer und andere Opferungen gibt des dennoch in der westlichen Kultur. Auch wenn wir Menschen in westlichen Kulturen das für mittelalterlich und Aberglaube halten, gibt es Blutopfer und Opfer auch im Westen. Oft wirken diese Zeremonien ganz normal, wie aus dem täglichen Leben und keiner merkt sie – die Auswirkungen sind dennoch verheerend.
Wenn man die Gesetze des Übernatürlichen nicht kennt oder sie leugnet, heißt das nicht, dass sie keine Auswirkungen haben. Es ist genauso, wie mit der Schwerkraft, wer sie leugnet, der wird diese Kraft spätestens kennenlernen, wenn er seinen Autoschlüssel über den Gulli hält und los lässt.

Opferungsrituale sind nicht so offensichtlich als Opfer erkennbar: zum Beispiel können Morde, Missbrauch und Vergewaltigung und Kriege als Blutopfer gedeutet werden. Allgemein könnte man sagen: Alle Taten, bei denen unschuldiges Blut vergossen wird, das Verletzen von anderen, Unschuldigen. Wobei man sich selber mit der Verletzung des anderen Lebewesens einen Vorteil verschaffen will. Dabei ist das Opfer um so größer, desto wehrloser und näher verwandt die Person ist, der man schadet.

Eine andere Form des Opfers ist der Ausgleich. Wer in der physischen Welt etwas unrechtmäßig bekommen hat hat Schulden in der geistlichen Welt. Wer in der geistlichen Welt etwas unrechtmäßig bekommen hat, hat Schulden in der physischen Welt. So arbeiten geistliche und physische Welt zusammen – sie treffen sich im Opfer. Das Opfer soll Ausgleich schaffen.

Das Gesetz fordert immer Ausgleich für etwas, was man unrechtmäßig bekommen hat. Hier wird Leben für Leben und Auge um Auge und Zahn um Zahn gefordert. (2. Mose 21, 23-25). Dies ist zunächst eine andere Form der Gnade und bedeutet: Nicht ein Leben für ein Auge, sondern nur Auge um Auge.

In der Bibel haben Opfer von Anfang an einen Zusammenhang mit der Sünde. Nachdem Adam und Eva gesündigt hatten, macht Gott ihnen beiden Kleidung aus Fell (Gen 3,21). Das ist der erste Hinweis auf ein Blutopfer, der Opferung eines Tieres, von Gott selbst durchgeführt. Schon sehr früh wird in der Bibel die Bedeutung des Blutes erwähnt: „Denn das Leben des Körpers ist in seinem Blut.“ (Lev 17,11 NeÜ) Blutopfer werden in der Bibel im Alten Testament erwähnt als Mittel, Sünden auszugleichen: „Denn das Blut bewirkt Sühne durch das Leben darin.“(Lev 17, 11 NeÜ). Das Leben im Blut hatte solch große Bedeutung, dass selbst der Verzehr verboten war (vgl. Lev 17, 12). So gibt es im Judentum auch keine Sündenvergebung mehr. Nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem (ca 70 n. Chr), gibt es im Judentum keinen Opferkult mehr.

Wer übernatürliche Zusammenhänge versteht, dem ist bewusst, dass Vergebung und geistlicher Ausgleich nicht ohne Opfer möglich ist. (Heb 9,16-19) Genau genommen ist unser ganzes Leben ein ständiges Opfer (Röm 12,1). Wir nehmen und bekommen von irgendwoher immer Kraft. Wenn wir nicht mit Gott verbunden sind, ist jede Handlung, die wir tun eine Handlung, die Schulden erzeugt, weil die Kraft und die Motivation, von einer Kraftquelle genommen wurde, für die nicht bezahlt wurde. Für das Entnehmen der Kraft hat somit kein Ausgleich in der unsichtbaren Welt stattgefunden. Diese Schulden sammeln sich immer weiter an. Deswegen hat ein Leben ohne Glaube an die Kraft des Opfertodes und des Blutes Jesu immer Nebenwirkungen, weil die Schulden für die Quelle, aus der die Handlung kommt, ohne Glauben an Jesus, nicht bezahlt wurden.

Nur jemand ohne Schulden, ohne Sünde, konnte diese Schulden bezahlen. Deshalb ist Jesus Christus für unsere Schulden am Kreuz gestorben und hat mit seinem Blut für unsere Schulden bezahlt. Diesen Einblick kann nur der haben, der durch den Glauben an das Blut Jesu frei wurde von dem was von Gott trennt: der Sünde. Nur durch Glauben an das Opfer Jesu am Kreuz, sein Blut, kann ein Mensch von Sünde frei werden und somit Gott persönlich begegnen. Wer im Glauben an Jesus handelt, nutzt Kräfte, für die bezahlt wurde. Deshalb gibt es auch keine Nebenwirkungen. Er steht unter dem Siegel Gottes und handelt aus SEINER legitimierten Quelle: Aus der Kraft des Heiligen Geistes. Wer den Glauben an Jesus nicht hat, aktiviert Kräfte, die gestohlen und nicht autorisiert sind. Es sind Kräfte, die nicht von Gott sind.

Jesus, Sohn Gottes, göttlich und menschlich zugleich, ohne Sünde, hat mit seinem Blut für alle Schulden bezahlt. Blutopfer haben Macht. Ein größeres Opfer, als das Opfer Jesu gibt es nicht, weil es kein größeres Opfer, als von Gott selbst gibt. Deshalb ist das Opfer Jesu die Bezahlung für alles, was wir an Kräften aus den himmlischen Welten ohne SEINE Autorisierung genutzt haben. Da die Autorisierung von Gott selbst kommt, kann es keine Rückforderungen geben. Jetzt können wir jeden Augenblick mit Jesus leben, der uns die Tür aufgemacht hat, zu Gott, dem Vater. Jesus ist das größte und einmalige Opfer, das uns Menschen sogar das Gewissen reinigt, damit wir mit innerer Freiheit Gott, dem Vater ganz persönlich begegnen können. (Hebr 10, 18-20).

Jesus ist das einmalige Opfer, das unsere Sünden trägt (Hebr 10,14). In diesem Zusammenhang ist auch die Aussage Jesu zu verstehen, als er das Abendmahl als Opfer seines Leibes und Blutes lehrt: „54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn an jenem letzten Tag von den Toten auferwecken. 55 Denn mein Fleisch ist wirkliche Speise und mein Blut wirklicher Trank.“ (Joh 6: 54-55) Jesus bezieht diese Aussage auf die innigste Gemeinschaft mit ihm und seinen Nachfolgern, die im Abendmahl auf geheimnisvolle Weise erfahren wird.
Eine Freundin hat mir einmal erzählt, dass ein Priester einmal im Abendmahl das Brot hoch hielt und sagte: „Liebe Gemeinde, schaut her, das ist wirklich Jesus.“ Und nach dem das Brot gereicht war, da hielt er den Kelch mit dem Wein hoch und betonte: „Und das ist das Blut Jesu – real.“ In diesem Moment geschahen Heilungen, und Menschen wurden von dunklen Mächten befreit. Das geschah schon bevor die Menschen überhaupt dazu kamen, am Abendmahl teil zu nehmen.

Das Abendmahl erinnert uns an die Realität des Todes Jesu am Kreuz und an die Kraft seines Blutes. Wenn wir es im Glauben annehmen, erleben wir, wie die Auferstehungskraft von Jesus Christus an uns und an seiner Gemeinde wirkt. Da Jesus nur einmal gekreuzigt wurde, so bekräftigt das Abendmahl die einmalige Realität des Blutopfers Jesu, dass alle anderen Opfer, mit all ihren Auswirkungen, zunichte macht.

Der Glaube an Jesus Christus rechnet mit der übernatürlichen und unbegrenzten Wirklichkeit Gottes. Wer Christ geworden ist, hat Jesus persönlich kennen gelernt. Wer Jesus kennen gelernt hat, ist durch seinen Heiligen Geist von Neuem geboren geworden. Er ist eine neue Schöpfung Gottes (2. Kor 5,17; Joh 3,5-7). Wer mit Christus von neuem geboren ist, hat sofort Anteil an seiner Ewigkeit, heute, schon jetzt, in diesem Leben. (Eph 3,9-11). Man könnte auch sagen: wer Jesus Christus persönlich kennengelernt hat, hat teilweise Einblick in seine übernatürliche Welt geschenkt bekommen (1. Kor 13,12).

Deshalb ist der Glaube an Jesus Christus intolerant, weil nur der in den Himmel kommt, der Jesus persönlich kennen gelernt hat. Der himmlische Raum ist gesetzlich und unbarmherzig. Alles, was der Mensch ohne Jesus Christus in seinem Leben lebt, nimmt er sich und ist gestohlen und wird. Es wird jedem zurück gefordert. Niemand anders kann dafür bezahlen.

Jesus hat am Kreuz die Rechnung bezahlt, so dass wir frei sind, mit dem Himmel in Kontakt zu treten. Es ist genauso, wie wenn du von jemandem zum Essen eingeladen wirst, weil du so sehr hungrig bist. Und du kannst dir alle möglichen Menüs dir servieren lassen, diese essen, und ein reicher Freund bezahlt für alles, weil du eh kein Geld hast, es zu bezahlen.

Ohne Heiligen Geist ist die Begegnung mit dem lebendigen und auferstandenen Christus nicht möglich. Das Wirken des Geistes Gottes schließt andere Geister aus. Der Heilige Geist ist Liebe. Er ist auch exklusiv und intolerant. Gott ist ein eifersüchtiger Gott (z.B. Hes 8,5), doch voller Liebe (Eph 2,4-5). Liebevoll, ja – doch nicht alles führt in die Gegenwart Gottes. Die Bibel spricht deutlich von Dingen, die das Wirken des Geiste bremsen oder beenden.

Die Liebe Gottes, die das griechische Wort „Agape“ bezeichnet, ist bedingungslose, heilige Liebe. (1. Johannes 3,1-2) Sie ist vielleicht am wenigsten verständlich, weil kein Mensch von sich aus diese Liebe haben kann. Oftmals bleiben wir sogar hinter der Bruderliebe stehen. Für diese Liebe gebraucht die Bibel den Begriff „phileo“. Das ist die Liebe, die sich für seine Glaubensgenossen einsetzt und für die, die für uns sind. Die Agape Liebe setzt sich für die ein, die gegen uns sind, sie liebt sogar diejenigen, die uns hassen und am liebsten vernichten wollen. Die Agape Liebe ist wie ein verzehrendes Feuer (Hebräer 12, 29). Sie ist Liebe, die dem geschenkt wird, der Jesus in sein Herz aufgenommen hat. (1. Joh 3, 10-11)Diese Liebe ist unteilbar mit diesem Gott Isaak, Abrahams und Jakobs verbunden. Er ist Jahwe, der sich in Jesus Christus offenbart hat. Er übersteigt all unsere Vorstellungskraft, sein Wirken ist immer anders, als wir es uns vorstellen, seine Liebe ist immer größer als unser Verstand, seine Stimme ist immer bekannt, denn wer zu ihm gehört, der erkennt seine Stimme. (Joh 10,27).

Gebet:
Herr Jesus, ich wende das Blut Jesu auf mich und mein ganzes Leben an. Ich glaube und ich erkläre, dass dein Tod am Kreuz und deine Auferstehung das einzigartige Opfer ist, um mir Freiheit von allen Dingen zu geben, die mich von dir trennen wollen. Mit deinem Blut Opfer hast du den Sieg errungen über satan und alle seine bösen Werke. Du schenkst mir Frieden. Und du segnest mich reichlich und grenzenlos. Danke, Herr, ich lobe dich, ehre dich und bete dich an.

(c) Steffen Bürger
Vielen Dank an Aaron Bürger für das Feedback und inhaltliche Anregungen.

Quelle: on Faith Blog https://faith-blog.org/blog/die-macht-des-blutes/

 

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