Geburt und Tod sind Eins

Der November wird allgemein  als „Todesmonat“ bezeichnet, all die entsprechenden Feiertage überschatten die Stimmung vieler Menschen und nähren ihre TODESANGST.

Die meisten Menschen leiden,- je älter sie werden, umso mehr daran. Ihr Verstand fürchtet um sein Überleben, weil er ohne das Leben in einem Körper  seinen Zweck auf Erden nicht erfüllen kann. Doch wir sind mehr als unser Verstand , wir sind reines Bewusstsein im Strom des Lebens. Die Qual , verloren zu gehen ist einfach unnötig. Leiden bedeutet immer Widerstand gegen den Fluss des Lebens.

Jeder Mensch möchte dem Leid ausweichen und wünscht sich ein Leben in Freude. Und tatsächlich ist Lernen durch Freude möglich, auch dadurch kann man innerlich wachsen und sich entwickeln. Doch damit sind nicht die oberflächlichen Freuden und Vergnügungen gemeint, denn diese gestatten es der Seele nicht, tiefgreifende und verändernde Erfahrungen zu machen. Echte Freude ist keine oberflächliche Emotion, sondern eine tief empfundene Bejahung all dessen, was ist. Diese Freude hat etwas mit Liebe und Dankbarkeit zu tun und jegliches Leid wird dann überflüssig.

So kann man den Tod eines Angehörigen oder eines Freundes betrauern, ohne tiefes Leid zu empfinden. In Asien hat man es gelernt, mit dem Tod anders umzugehen, ihn sogar freudvoll zu feiern. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, die Erfahrung des Abschieds so schmerzlich zu gestalten, dass das ganze Leben davon überschattet wird.

Die meisten Menschen haben- vielleicht nur insgeheim, Angst vor dem eigenen Tod. Und vom Körperbewusstsein her ist das auch ganz verständlich. Vielerlei Berichte von Sterbenden sprechen von Qualen und Leiden des Körpers. Das geht nicht spurlos an uns vorbei, die Aussagen von Ärzten und Angehörigen graben sich in unsere Seele ein. Der biologische Körper fürchtet um sein Überleben und hierbei hilft es uns , diese Angst zu akzeptieren, ihr nicht auszuweichen. So wird in Asien das Sterben und Loslassen oft meditativ „geübt“ – und dieses Sterben, bevor man stirbt, führt dazu, zu erkennen, dass im im Grunde keinen „Tod“ gibt, nur Leben, welches die Dimension wechselt.

Angst ist manchmal auch ein biologischer Mechanismus, bewahrt uns vor manchen Schwierigkeiten und verhilft uns zum Überleben in Krisenzeiten oder bei Gefahren. Doch es gibt noch eine geistige Angst vor dem Sterben und dem Leben nach dem Tod, und die ist unnötig. Für die meisten Menschen in der Gesellschaft scheint festzustehen: “Sterben ist schrecklich”. So lange es geht, wird der Gedanke daran verdrängt und in den Todesanzeigen lesen wir dann über “Entschlafene” und “Ruhende”. Die Dinge werden nicht beim Namen genannt.

Doch das Beschönigen nützt nichts- wir sollten uns klarmachen, dass wir weder sterblich, noch unsterblich sind. Wenn wir ganzheitlich denken und empfinden, wissen wir, dass ein “sowohl-als auch” besteht . Körper und Verstand sterben, die Seele jedoch nicht..

Oftmals hören wir von einer Todesart und bezeichnen sie als “grauenvoll”, doch jeder Tod hat seinen eigenen Wert. Tod an sich ist nicht schrecklich, ebenso wenig wie das Geborenwerden. Über beides jedoch hat der Mensch keine Kontrolle und das erscheint den meisten Menschen als das Beängstigende an einem ganz natürlichen Vorgang. Auch hier gilt die Empfehlung, schon im Leben das Loslassen gelernt zu haben, andernfalls kann der Tod nur sehr schwer akzeptiert werden.

Mancher Mensch, der starke Angst vor dem Sterben hat, hat diese durch die Beeinflussung verschiedener Glaubensrichtungen, vornehmlich der christlichen Kirchen und deren Verständnis von Schuld und Sünde in seiner Seele gespeichert. Diese begrenzte Sichtweise ist sehr bedauerlich und es wäre gut, wenn sich unser Bewusstsein schon jetzt davon frei machen könnte.

Etliche Menschen behaupten, keine Angst mehr vor dem Tod zu haben. In den seltensten Fällen stimmt das wirklich. Meist verdrängen sie nur ihre Angst oder versuchen sich selbst etwas einzureden.

Die Angst vor dem Tod ist die elementarste Angst im Menschen und wer sie wirklich gemeistert hat, hat sämtliche Ängste in sich transformiert.

Zum Abschluss noch ein wundervolles kleines Video- 5 Minuten ganz ohne Worte. Einfach bei Google eingeben:
https://vimeo.com/154739710– Es ist das Schönste, was ich je über dieses Thema gesehen habe.

Quelle:  Thom Ram – Angela, 28.10.06  https://wordpress.com/read/feeds/56368569/posts/2047160989

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