Amy Winehouse ist tod

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Video von der Todesnachricht
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Dieser Artikel könnte einer der letzten über die Kult-Sängerin Amy Winehouse sein. Denn noch nie konnte die Welt einem Künstler bei der Selbstzerstörung so genau zusehen wie der 24-jährigen Britin. Ihr Tod würde niemanden mehr überraschen. Er ist längst zum Geschäft geworden.
Das ist jetzt kein Zynismus, keine Sensationsgier, aber wenn dieses wunderbare und leider auch wahnsinnige 24 Jahre alte Mädchen so weitermacht, ist ihr viel zu früher Tod unausweichlich. Das wissen ihre Fans, ihre Familie, ihre Freunde.

Foto: REUTERS Amy Winehouse: Es mussten bereits Tourneen abgesagt werden, weil sie nicht vom Alkohol lassen kann.
Amy Winehouse, die vergangene Woche erneut nach einem Zusammenbruch ins Krankenhaus musste, leidet an einer Lungeninfektion, atmet nur noch mit 70 Prozent ihrer Kapazität. Sie hat Herzrhythmusstörungen und spuckt Blut. Depressionen und Selbstverletzungen kommen hinzu. Es gibt Bilder, auf denen sie sich hemmungslos bei Kentucky Fried Chicken eindeckt, manchmal isst sie wochenlang nichts. Und dann sind da noch die Drogen, der Alkohol. Noch nie konnte die Welt so an der Selbstzerstörung eines Künstlers teilhaben.

„Man weiß nie, ob sie die nächste Nacht übersteht oder die nächste Stunde“, sagt der Fotograf Alan Chapman. Im April 2007 wartete er vor der Tür eines Londoner Klubs, wo Amy ein Konzert gegeben hatte. Als alle Fans und Paparazzi abgezogen waren, fragte er die Sängerin, ob er ein paar Fotos machen könnte. „Sie sagte Ja. Dann streckte sie die Hand aus und stellte sich vor: ‚Ich bin Amy.‘ Das ist heute nicht mehr denkbar.“ Denn nur vier Monate später verließ Amy Winehouse in der Nacht ihre Suite im Hotel „Sanderson“, klaffende Wunden an den Armen, auf den Ballerinas Blutspritzer. Es soll zum Streit mit Ehemann Blake Fielder-Civil gekommen sein, Drogen, Alkohol, ein Messer. Die dürre Frau irrte umher, kaufte eine Schachtel Zigaretten, die Paparazzi drückten ab, der Wettlauf um den besten Amy-Abschuss hatte begonnen. Am nächsten Morgen war sie auf den Titelseiten der Boulevardblätter. Seither immer wieder Amy. Wie sie pöbelt, kotzt, prügelt oder wie sie „ihren Blake“ im Gefängnis besucht, wo er eine Haftstrafe wegen Körperverletzung und Erpressung absitzt. Vor ihrem Haus in Camden stehen um die 40 Paparazzi, die Kameras auf die schwarz lackierte Tür gerichtet. Der größte Coup wäre es, eine tote Amy Winehouse abzulichten. „Damit könnte ich mich zur Ruhe setzen. Wenn ich es exklusiv hätte“, sagt einer.
Der Tod der Großmutter hat sie tief getroffen
Amy Winehouse hat es mit 24 bereits zu mehr Erfolg gebracht als andere in ihrem ganzen Leben. Mit einem geschätzten Vermögen von rund 13 Millionen Euro landete sie 2008 erstmals auf der „Sunday Times Rich List“.
Spätestens 2005 soll Amy Winehouse Alkoholikerin geworden sein. Als im Jahr darauf ihre Großmutter Cynthia starb, kamen härtere Drogen dazu. Cynthia hatte Amys Eltern – ein Taxifahrer und eine Apothekerin – dazu überredet, ihre neunjährige Tochter an einer Kunst- und Theaterschule anzumelden. Ihr Verlust, so die Eltern, habe Amy aus der Bahn geworfen.
Mit ihrem Leben zwischen Sensation und Selbstzerstörung, Ruhm und Elend ist Amy Winehouse eine jener Seelen, deren Talent zugleich Gnade und Fluch ist: Kurt Cobain, Jim Morrison, Janis Joplin.
Mit 14 Jahren schrieb Amy Jade Winehouse ihre ersten Liedtexte. Sie wurde von Simon Fuller unter Vertrag genommen, dem „Macher“ der Spice Girls. 2003 kam ihr erstes Album: „Frank“. Bis auf zwei Coversongs hatte Amy an allen Liedern mitgeschrieben, eine Mischung aus Jazz und Soul, die durch ihre einzigartige Stimme ein Überraschungserfolg wurde, ihr die erste Brit-Awards-Nominierung einbrachte. Dann aber versank sie: im Leben der Bohemiens im Kreativen- und Partyviertel Camden, um völlig verändert wiederaufzutauchen: Aus dem wohlgenährten hübschen Mädchen wurde eine absurde, dünne Person mit toupierten Haaren und Armen, die übersät waren mit Seemannstätowierungen.
Winehouse‘ Zustand bleibt kritisch
Der internationale Durchbruch gelang ihr mit dem zweiten Album „Back to Black“. Ihre Texte dokumentieren Liebe, Schmerz, Alkohol, Entzug. Amy gewann fünf Grammys, brach alle Verkaufsrekorde und trat mit ihrem Idol Prince auf, der sie als „große Künstlerin“ lobte. Seither wollen alle mit Amy arbeiten, singen, produzieren.
Wie der Name es prophezeit, gibt es jedoch auch die dunkle Seite des „Back to Black“: In einer Bar hatte Amy jenen Mann kennengelernt, den ihre Familie und Freunde für die rasante Talfahrt in ihrem Leben verantwortlich machen. Blake Fielder-Civil, notorischer Schwänzer und Schnorrer mit einem Hang zu roher Gewalt, ließ sich zu ein paar Drinks, dann in Amys Bett einladen, wie er es schon bei vielen gemacht hatte. Wenig später zahlte eine andere für ihn, Amy war am Boden zerstört, suchte Zuflucht im Texten und im Suff. Als ihr dann eben jener Kummer mit dem Album zu Erfolg und Reichtum verhalf, tauchte Blake wieder an ihrer Seite auf. Das Paar heiratete im Mai 2007. Als Blake im November in Untersuchungshaft kam, erzählte er, dass Amy und er sich vor Kummer über die Trennung die Arme aufritzen würden. Gerüchte von seinen Affären halten sich indessen hartnäckig.
Als vor wenigen Tagen Amys Wachsfigur bei Madame Tussaud’s eingeweiht wurde, fehlte die Sängerin. Stattdessen stellten sich ihre Eltern Mitch und Janis tapfer den Fotografen und Journalisten und schwärmten von ihrer Tochter. „Amy ist ein echter Familienmensch. Sie ist eine wunderbare Tochter, eine wunderbare Nichte, eine wunderbare Schwester“, erklärte Mitch. Die Alarmbereitschaft ist hoch, ihr Zustand kritisch, auch wenn ihre Eltern und ihr Management stets erklären, sie sei in Behandlung und auf Entzug. Doch die Fotos der Paparazzi von den Nächten in Camden strafen die Beteuerungen Lügen.
„Amy ist nicht nur einfach anders. Sie fasziniert auch, weil alle wittern, dass da noch mehr ist“, meint Fotograf Chapman. Auf seinen Bildern sieht Amy entspannt aus, durch den lächelnden Mund blitzt ihre schräge Zahnlücke. „Sie ist mehr als nur eine vermasselte, junge Frau. Viel mehr. Fragt sich nur, ob es die Welt jemals zu sehen bekommt.“

2 Kommentare

  1. Wie man hier wie auch bei viele anderen Küntlern und Berümten Reichen sieht …. kann Erfolg, Geld und Ruhm die Selle und das Leib zerstören, weil sie nicht der Weg der Liebe sind …. Der wahre Sinn des Lebens geht dabei verloren was bedeutet totle Leere die mit Alkohol und Drogen verdrängt werden soll, so lange bis der Körper fällt ….

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    1. Hallo Chrylieb
      Ich habe das wie viele andere auch schon kommen sehen, Amy war schon zu Lebzeiten Tod, weil sie sinnlos ihr junges Leben weck geschmissen hat. Sie hat ihren Körper ruiniert, ihr Geist konnte sich nicht entfalten. Ein Selbstmord auf Raten. Was ist schon reich und berühmt ? Gar nichts ! Wir sehen doch wie viele Prominente hier Tod umfallen. Die wahre Liebe findet man dann, wenn der Geist erleuchtet und wach ist und nicht mit Drogen vollgepumpt . In der Hippi Zeit hat man die Freie Liebe völlig falsch verstanden, damals ist in zweifacher Hinsicht ( Sex und Drogen ) der Helle Wahnsinn ausgebrochen, der bis heute anhält. Es gibt wichtigeres !
      Ok, Amy gibt es nun nicht mehr, trotz alle dem war sie einen hervorragende Künstlerin, mit einer gewaltig-gigantischen Stimme.

      Ein Gebet für sie.

      Lieben Gruß Saloma

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