Bundesverband Psychiatrie Erfahrene und Opfer besucht FDP

Hallo zusammen
Habe wieder Post vom Bundesverband bekommen, seht bitte selbst:

Am Samstag, 7. Mai besuchen wir wieder mal
einen Landesparteitag. Dieses Mal ist die FDP
an der Reihe.

Ort ist die
Mercatorhalle Duisburg im City Palais
Landfermannstraße 6
47051 Duisburg.

Wir beginnen um 8.30 Uhr.
Vom Duisburger Hbf sind es 4 Fußminuten.

Verteilt wird die untenstehende Flugblattrück-
seite sowie eine noch zu schreibende Flugblatt-
Vorderseite.

Weitere Infos und Mitfahrzentrale:
Matthias, 0234 / 640 5102

Was wir wollen!

Wir wollen langfristig:
Das Verschwinden der Sondergesetze gegen „psychisch Kranke“. Es gibt auch keine Judengesetze oder Türkengesetze.
Die Abschaffung jeder Behandlung gegen den erklärten Willen. Sie ist Folter.
Einsperren nur zur Gefahrenabwehr, aber dann Gesetze, die für alle Bürger gelten.
Wo es um Gefahrenabwehr geht, müssen alle Bürger gleich behandelt werden. Zur Zeit darf der nicht diagnostizierte Schläger frei herum laufen, während der harmlose als psychisch krank verleumdete Schwätzer eingesperrt und mit Psychopharmaka gefoltert wird.

Wir wollen mittelfristig:
Die Abschaffung der Unterbringung (= des Einsperrens) nach Betreuungsrecht.
Das Verschwinden der Gummiformulierungen im PsychKG NRW wie z.B. statt Fremdgefährdung „Gefährdung bedeutender Rechtsgüter anderer“. Oder: „Eintritt (des schadenstiftenden Ereignisses) zwar unvorhersehbar, wegen besonderer Umstände jedoch jederzeit zu erwarten ist“. Beide Zitate aus § 11 PsychKG NRW.
Das Einhalten der Gesetze durch Justiz und Psychiatrie. In § 11 steht sinngemäß: Die Unterbringung Betroffener ist nur zulässig, wenn die Gefahr nicht anders abgewendet werden kann. Davon wird in der Praxis nie Gebrauch gemacht. Es wird nie überlegt, ob eine Gefahr anders abgewendet werden kann. Beispiele: Beschlagnahme von Autoschlüssel bzw. Führerschein, Beschlagnahme eines Fernsehers oder Radios bei nächtlicher Ruhestörung.
Jahrzehnte lang erschien die Besuchskommission, die laut Gesetz unerwartet auftauchen sollte, regelmäßig in der selben Kalenderwoche. Minister Laumann (CDU) änderte diese Praxis auf unsere Anregung hin.
Keine Neuroleptika für unter 14-Jährige.

Wir wollen kurzfristig:
Eine Todesfallstatistik während und in den 12 Monaten nach einem Psychiatrieaufenthalt. Die entsprechenden Daten sind bei den Krankenkassen vorhanden.
Sitzwachen bei Fixierungen (= Festbinden am Bett). Dieses Fixieren geschieht oft wochenlang.
Abschaffen der Videoüberwachung in den Psychiatrien (dient der Personal-einsparung). Hier gibt es einen FDP-Vorschlag für eine Gesetzesänderung.
Keine Neuroleptika im Vorschulalter.

Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW e.V.
Wittener Str. 87, 44 789 Bochum, Matthias.Seibt@psychiatrie-erfahrene-nrw.de, http://www.psychiatrie-erfahrene-nrw.de, 0234 / 640 5102

V.i.S.d.P.: Matthias Seibt, Landgrafenstr, 16, 44 652 Herne

Lieben Gruß Saloma

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